Ungarisches Zackelschaf

Das Zackelschaf gehört zu den urtümlichsten Hausschafrassen, stammt aus dem südosteuropäischen Raum und wird heute zumeist in Ungarn in kleinen Beständen in Verbindung mit Schafen anderer Rassen gehalten. Es ist ein mittelgroßes mischwolliges, langschwänziges Schaf mit einem auffallend schmalen Kopf und kleinen Ohren. Charakteristisch sind die großen leuchtenden Augen. Beide Geschlechter tragen V-förmig auseinanderstrebende, korkenzieherartig gedrehte Hörner, die bei den Böcken bis zu 1 m Länge erreichen können. Das Gehörn der weiblichen Tiere ist kürzer, selten sind hornlose weibliche Tiere. Die Mischwolle des Vlieses, die in Körpernähe verfilzt ist, hängt in langen Locken herab. Üblich sind die Farbvarianten weiß und schwarz. Die meisten Tiere haben einen braunen Kopf und braune Beine. Schwarz- und graugesichtige Schafe mit weißen Vlies sind selten. Die Klauen sind klein und sehr widerstandsfähig. Das gut ausgebildete Euter mit der auffallenden Zitzenform bedingt eine gute Melkbarkeit. Das Fell der neugeborenen Lämmer der schwarzen Zuchtrichtung ist weich und gelockt, persianerähnlich. Später verliert die Wolle ihren Glanz und erhält durch die Sonneneinwirkung eine rötliche Tönung. Die Brunst ist streng saisonal. Eine Erstzulassung ist mit 18 Monaten möglich.

Eigenschaften und Definition der Rasse

Rassename:
Ungarisches Zackelschaf
Abkürzung:
ZAK
Herkunft:
Ungarn
Rassengruppe:
Landschafrasse
Gefährdung:
unbekannt

Quelle:

"Rassebeschreibungen" der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL)

Beitragsfoto:
Foto: Wolle in der Wiese (© Ortrun Humpert)