Weiße Gehörnte Heidschnucke

Weiße Gehörnte Heidschnucken haben ihren Ursprung im Weser-Ems-Gebiet, wo es auch schon früher gemischte Herden weißer und grauer Heidschnucken gab. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gab es reine weiße, gehörnte Herden. Die Weiße Gehörnte Heidschnucke gehört zur Gruppe der kurzschwänzigen, nordischen Heideschafe. Es ist ein genügsames mischwolliges Landschaf und für die Beweidung von Heide- und Moorflächen besonders geeignet. Die Farbe ist weiß und ohne Abzeichen. Der lange, keilförmige Kopf trägt schneckenförmige Hörner bei den Böcken und sichelförmig nach hinten gebogene Hörner bei den weiblichen Tieren. Die Hörner dürfen bei beiden Geschlechtern nicht eng am Kopf stehen, um Beschädigungen des Kopfes zu vermeiden. Das mischwollige Vlies soll rein weiß und gleichmäßig ausgebildet sein. Das äußere Vlies besteht aus grobem Oberhaar, das innere Vlies aus feinerem, weichem Unterhaar. Kopf, Beine und der kurze Schwanz sollen unbewollt und weiß behaart sein. Kleine Pigmentflecken an Kopf und Beinen sind zulässig. Die Brunst ist saisonal, die Erstzulassung erfolgt im Alter von 10 bis 18 Monaten, je nach Fütterungs- und Haltungsbedingungen. Sehr gute Muttereigenschaften und eine leichte Lammung sind weitere Kennzeichen dieser Rasse.

Eigenschaften und Definition der Rasse

Rassename:
Weiße Gehörnte Heidschnucke
Abkürzung:
WGH
Herkunft:
einheimisch
Rassengruppe:
Landschafrasse
Gefährdung:
gefährdet

Quelle:

"Rassebeschreibungen" der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL)

Beitragsfoto:
Weiße Gehörnte Heidschnucke (© Markus Barkhausen)